Schmitz-Werke, Emsdetten, Deutschland

Konzept zur Wärmerückgewinnung am Spannrahmen

Kunde

Die Schmitz-Werke stellen hochwertige Dekorations- und Markisenstoffe sowie Fertigmarkisen in einer eigenen Metallbauabteilung und Näherei her. Kreative Dekorationsstoffe, Gardinen und Freilufttextilien runden das Angebot des Emsdettener Familienunternehmens mit rund 800 Mitarbeitern ab. Die Schmitz-Werke verfügen seit dem Jahr 2000 über ein integriertes Managementsystem für Qualität, Umwelt- und Arbeitsschutz, haben sich zu nachhaltiger Entwicklung verpflichtet und setzen sich als Mitglied im Förderkreis future e.V. für umweltorientierte Produkte und Dienstleistungen ein.

Schmitz-Werke, Emsdetten, Deutschland

Anforderungen

Es wurde ein Energiekonzept erarbeitet, im Rahmen dessen ein Konzept für ein Wärmerückgewinnungssystem entwickelt wurde, das die Abluftenergie der Nachverbrennungsanlage optimal ausnutzt. Das Wärmerückgewinnungssystem wurde energetisch, wirtschaftlich sowie ökologisch bewertet und dessen technische Umsetzbarkeit überprüft. Der für die thermische Nachverbrennung der Abluft eingesetzte Brennstoff sollte optimal genutzt, Wärmeverluste sollten minimiert werden.

Lösung

Siemens konzipierte ein Wärmerückgewinnungssystem, das die Abluftenergie der Nachverbrennungsanlage optimal ausnutzt. Es nutzt die bisher an die Umgebung abgegebene Energie zur Vorwärmung der kalten Zuluft, indem es diese in einem Luft/Luft-Wärmeübertrager mit der warmen Abluft kreuzt. Die vorgewärmte Zuluft wird dann in den Spannrahmen eingeblasen und reduziert so Energieverluste und Brennstoffeinsatz.

Um die Einsparpotenziale identifizieren zu können, entwickelte Siemens ein mathematisches Gleichungssystem, das den Spannrahmenprozess simuliert und die Berechnung aller Stoff- und Energieströme ermöglicht. Der Luft/Luft-Wärmeübertrager wurde mit Hilfe von Simulationen dimensioniert, ehe Siemens in Kooperation mit Anlagenherstellern schließlich die technische Umsetzbarkeit der Modernisierung überprüfte.

Vorteile

Das Potential der prozessbedingten Abluftmengen wird voll ausgenutzt, wodurch die Produktion so energieeffizient wie möglich gestaltet wird. Da allerdings unterschiedliche Prozessbedingungen die Höhe der Einsparungen beeinflussen, ermöglichte Siemens die Analyse der Parameter mit einem Simulationsmodell für Spannrahmenprozesse. So konnte das Einsparpotential für verschiedene Prozesse berechnet und analysiert werden.

Fakten

  • Brennstoffeinsparungen von bis zu 25 Prozent

  • Entsprechende Kostenreduktion

  • Steigerung der Wirtschaftlichkeit

  • Vermeidung von Emissionen

  • Kenntnis und Transparenz des Prozesses