Hochschulgebäude aus den 1970er-Jahren energetisch modernisiert

Im Auftrag der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg hat Siemens zwei Standorte mit effizienteren HVAC- und Beleuchtungssystemen ausgerüstet.

Kunde

Die 1970 gegründete Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) war eine der ersten Hochschulen dieser Art in Deutschland. Heute werden an den vier HAW-Standorten über 16.000 Studenten unterrichtet.

Modernisierung energietechnischer Systeme an den HAW-Standorten Berliner Tor und Bergedorf.
Modernisierung energietechnischer Systeme an den HAW-Standorten Berliner Tor und Bergedorf.

Aufgabe

Die HAW-Gebäude am Berliner Tor und in Bergedorf stammen aus den 1970er-Jahren. Die veralteten Heizungs- und Lüftungsanlagen und die ineffiziente Beleuchtung verursachten nicht nur hohe Wartungskosten, sondern führten auch zu Beschwerden seitens des Lehrkörpers und der Studierenden. Zugleich sah die Hochschulverwaltung in der Sanierung der Gebäudetechnik eine Möglichkeit, das Bild der Hochschule als moderne und innovative Bildungseinrichtung zu unterstreichen.

Lösung

Siemens wurde mit der energetischen Sanierung der beiden Standorte beauftragt. Der Vertrag sieht vor, dass die Sanierungskosten aus den dank der modernen Technik erzielten Einsparungen finanziert werden.

Am Anfang stand die Erfassung des aktuellen Zustands der HVAC-Systeme durch HAW-Studenten. Die Statistiken wurden von Siemens aufbereitet und das Einsparpotential berechnet Auf dieser Grundlage wurden gemeinsam mit dem Kunden eine Reihe von Energiesparmaßnahmen festgelegt, u.a. der Austausch von etwa 20 Lüftungs- und Klimatisierungssystemen. Das Gebäudemanagementsystem wurde auf Desigo 5.1 aufgerüstet. Die Modernisierung des Mess- und Regelsystems ermöglicht jetzt eine bessere Steuerung der Gebäudetechnik und liefert die Basis für eine umfassende Überwachung. Rund 9.000 Lampen wurden auf T5-Leuchtkörper mit elektronischem Vorschaltgerät oder LED-Technik aufgerüstet.

Damit die garantierten Einsparungen auf jeden Fall erreicht werden und der Energieverbrauch weiter optimiert werden kann, sorgt Siemens für die Überwachung und Steuerung der modernisierten Systeme. Ein integriertes Messkonzept zeichnet kontinuierlich die Verbrauchsdaten für Strom, Heizung, Kühlung und Wasser sowie die Volumenströme der Heiz-, Lüftungs-, Klimatisierungs- und Kühlanlagen; fehlerhafte Komponenten werden im Rahmen des Energie-Einspar-Contractings ausgetauscht.

Nutzen

Seit Abschluss der Maßnahmen sind die Energiekosten der HAW um 27% gesunken, was jährlichen Einsparungen von €500.000 entspricht. Mit der modernen Technik spart die Hochschule zudem €200.000 an Wartungskosten und senkt ihren CO2-Ausstoß um 2.077 t.

Daten und Fakten

Eine besondere Herausforderung war der enge Zeitrahmen für die Modernisierung der Lüftung, denn dafür standen nur 10 Wochen während der vorlesungsfreien Zeit zur Verfügung. In 300 Räumen wurden die Deckenverkleidungen gereinigt und eine neue Isolierung installiert. Für die rechtzeitige Fertigstellung der Arbeiten sorgte der Einsatz von über 250 Mitarbeitern im Drei-Schicht-Betrieb.