Tunnel

Systeme, die den komplexen Sicherheitsanforderungen in Tunneln gerecht werden

Jeder Tunnel hat seine eigenen, einzigartigen Sicherheitsherausforderungen, je nach Standort, Auslegung, Höhe und Verkehrsvolumen und -muster. Effiziente Tunnelsicherheit sollte immer zwei Schlüsselaspekte verbessern: Ereignisse (vor allem Brandereignisse) verhindern und deren Folgen eindämmen. Mit fast 50 Jahren Erfahrung im Brandschutz in Tunneln kennt Siemens die Auswirkungen der räumlich eingeschränkten Tunnelumgebung, ihre kritische wirtschaftliche Bedeutung und die gesetzlichen Vorschriften für Brandschutzanforderungen. Als Partner Ihrer Wahl helfen wir Ihnen dabei, eine zukunftsweisende Sicherheitsstrategie zu erarbeiten, massgeschneidert für jeden Tunnel und für ein System, das langfristig konsistent hochleistungsfähig arbeitet.

Brandschutz durch automatische Gefahrenmeldesysteme

In Tunneln können selbst scheinbar unbedeutende Ereignisse schnell eskalieren. Auch wenn automatische Gefahrenmeldesysteme gemäss der europäischen Richtlinie 2004/54/EC in Tunneln unter 3000 Meter nicht obligatorisch sind, haben sie sich auch in kürzeren Straßen- und Bahntunneln als nützlich erwiesen. Diese Systeme basieren meist auf Videoüberwachung, nutzen Algorithmen zur Analyse von Videobildern, erkennen Abweichungen von "normalen" Mustern und alarmieren Betreiber automatisch im Fall von Ausnahmesituationen. Automatische Gefahrenmeldesysteme mit Siveillance™ von Siemens identifizieren, überwachen und berichten zuverlässig über Objekte und Situationen, die zu Unfällen oder Bränden führen können. Die Universal-Plattform für Videoanwendungen löst bei der Überschreitung von Sicherheitsregeln Alarm aus, z.B. bei stockendem bzw. ruhendem Verkehr, Falschfahrern oder verlorener Ladung. Das System kann mit einem Verkehrssignalisierungssystem und automatischen Barrieren gekoppelt werden und warnt Fahrer bei der Einfahrt in den Tunnel automatisch vor dem Ereignis.

Ereignis- und Schadensbegrenzung mit präziser Brandortung

Wie bei allen Brandsituationen ist eine schnelle Lokalisierung des Brandorts ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine effiziente Schadensbegrenzung in Tunneln. Video-Raucherkennungsysteme der neuesten Generation dar, wie sie z.B. in Siveillance verwendet werden, bilden eine erste "Verteidigungslinie". Diese Systeme verbessern die Risikoanalyse von Tunnelbetreibern und Interventionskräften, da sie es diesen ermöglichen, wertvolle Informationen über die Raucheigenschaften und Veränderungen im Tunnel zu erfassen. Lineare Wärmemeldesysteme wie FibroLaser™ von Siemens ergänzen die Videoanalytik. Diese Systeme "übernehmen" von Videokameras im Tunnel (die möglicherweise vom Rauch eingehüllt sind), oder von (zunehmend gemeinsam mit linearen Wärmemeldern verwendeten) Rauchmeldern, indem sie den Ort sowie die Ausbreitungsrichtung und Größe des Brandes exakt anzeigen – wichtige Informationen, um die Rauchabführung und Brandbekämpfung entsprechend einzuleiten und die Rettungsbedingungen im Tunnel zu verbessern.

Optimierte Reaktion mit schneller Alarmierung und Evakuierung

Die Selbstrettung von Menschen ist eines der obersten Ziele bei Unfällen in Tunneln. Die Evakuierung muss stattfinden, bevor sich die Bedingungen verschlechtern (giftiger Rauch, Sichtbarkeit, Zusammenbrechen der Struktur). In der jüngsten Vergangenheit erfolgte Zwischenfälle haben gezeigt, dass Tunnelbetreiber ihr Fahrzeug nur sehr ungern zurücklassen – und den Tunnel verlassen –, weil ihnen die Schwere des Ereignisses nicht immer bewusst ist oder sie überzeugt sind, dass Rettungskräfte schneller am Ziel sind, als dies in der Realität möglich ist. Kommunikationssysteme, die eine sofortige Aussendung von Notfallmaßnahmen und Durchsage entsprechender Fluchtanweisungen ermöglichen, sind daher entscheidend, um die Gefahren für Tunnelnutzer zu verringern. Das sprachgesteuerte Evakuierungssystem E100 voice evacuation von Siemens wird bei Alarm aktiviert und sendet aufgenommene Anweisungen oder Live-Ansagen, während entlang der Fluchtwege die Evakuierungsbeleuchtung aufleuchtet. So werden die Tunnelnutzer sofort informiert und evakuiert.