Besonderheiten – Luftqualität, bedarfsorientierte Lüftung
Der Innenraumkomfort eines Flughafens ist entscheidend für den Schutz, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Passagieren und Personal. Die Bedeutung des Komforts in Gebäuden wurde erstmals im Zusammenhang mit einem deutlichen Anstieg an Symptomen und Beschwerden in Verbindung mit Gebäuden (Sick-Building-Syndrom) erkannt. "Krankmachende" Gebäude verringern die Produktivität von einzelnen Personen oder im schlimmsten Fall der gesamten Belegschaft.
Ist der Sauerstoffgehalt (O2) der Luft zu niedrig, steigt der Kohlendioxidgehalt (CO2) auf einen zu hohen Wert. Dies kann in überfüllten, in der Regel auch überhitzten Bereichen vorkommen und zu Symptomen wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu Übelkeit und Ohnmacht führen. Auch die Luftreinheit spielt eine Rolle: Rauch, Staub und verbrauchte Luft erzeugen ebenfalls Unwohlsein. Hier hilft nur die Zufuhr von frischer, unverbrauchter Luft. Die Messung des Sauerstoffgehalts in der Atemluft von Menschen in Flughafenzonen liefert einen idealen Messwert für die Raumbelegung. Sensoren für Gasgemische bzw. flüchtige organische Verbindungen (VOC), die oxidierbare (d.h. brennbare) Gase erkennen, messen Gerüche und Partikel aus verschmutzten Lüftungssystemen, Teppichen, Staub, Rauch, Rauchgase usw. Von Menschen wird dies als "schlechte Luft" wahrgenommen.
Die neuen kombinierten CO2/VOC-Sensoren von Siemens kombinieren CO2 mit flüchtigen organischen Verbindungen für eine optimale Messung der Luftqualität. Die VOC-Werte werden als Maximalwert (CO2 oder VOC) übertragen, je nachdem, welcher Wert höher ist. Diese neuen Sensoren reagieren nicht nur auf brennbare Gase und Dämpfe, sondern auch auf die Luftfeuchtigkeit im Raum. Auf der Basis von Fallstudien ist die Installation einer bedarfsorientierten Lüftung (DVC) auf CO2- oder VOC-Basis in einer HLK-Anlage eine bewährte Methode, um die Luftqualität für Menschen zu erhalten und gleichzeitig große Energiemengen zu sparen, da die Anlage bei Nichtgebrauch heruntergeschaltet wird. Die patentierten Siemens-Sensoren zur Messung von CO2- oder VOC-Konzentrationen in der Raumluft werden von Siemens weltweit als Standardgeräte vertrieben und sind als Raum- oder Kanalvarianten erhältlich.